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Symptome beim Myom

Oft verursachen Myome keinerlei Beschwerden und werden häufig als Zufallsbefund diagnostiziert, z.B. bei der Ultraschalluntersuchung. Wenn Beschwerden durch Myome auftreten, werden sie oft nicht richtig erkannt. Viele Frauen gewöhnen sich auch an ihren Leidensdruck. Dies führt dazu, dass Beschwerden als „normal“ abgetan werden und der Frauenarzt nie davon erfährt.

Dabei kann geholfen werden: So lassen sich Blutungen und Schmerzen mit modernen Medikamenten oft in den Griff bekommen. Darüber hinaus stehen invasive Methoden wie eine Operation oder Embolisation zur Verfügung.

Welche körperlichen Symptome können durch Myome hervorgerufen werden?

Trotz zufälliger Diagnose gibt es einige Beschwerden, die bereits viel früher auf ein Vorhandensein von Myomen hindeuten können:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Blutungsstörungen (z.B. verlängerte oder verstärkte Blutung, Zwischenblutungen)
  • Schmerzen bei der Regelblutung
  • Schmerzen und/oder Druckgefühl im Unterbauch und Beckenbereich
  • sichtbare Größenzunahme des Bauches
  • häufiges Wasserlassen und/oder Missempfindungen beim Wasserlassen
  • Verstopfung
  • schmerzhafter Geschlechtsverkehr
  • Probleme, schwanger zu werden
  • Schwangerschaftskomplikationen und/oder Fehlgeburten
  • Blässe, Müdigkeit und allgemeine Abgeschlagenheit durch eine Blutarmut (Anämie), in Verbindung mit einer starken Regelblutung

Ob und in welchem Maße Myome Beschwerden verursachen, hängt von ihrer Größe ab und wo sie sich befinden. Weitere Informationen zu den Myomarten finden Sie auch unter dem gleichnamigen Abschnitt.

Intramurale Myome

Intramurale Myome sind die häufigste Form der Myome. Sie führen oft zu krampfartigen Schmerzen, insbesondere bei der Regelblutung. Durch Druck auf benachbarte Organe kann es auch zu Verstopfung und Schwierigkeiten beim Wasserlassen kommen

Subseröse Myome

Subseröse Myome kommen bei ca. einem Drittel der betroffenen Frauen vor. Sie haben auf den Menstruationsfluss meistens wenig Einfluss, können aber akute Schmerzen verursachen, besonders wenn es sich um ein gestieltes subseröses Myom handelt. Häufige Beschwerden sind auch Rückenschmerzen oder Schmerzen in den umgebenden Organen.

Submuköse Myome

Submuköse Myome sind seltener, können aber Menstruationsbeschwerden und Blutungsstörungen auslösen; auch Zwischenblutungen sind häufig.

Welche emotionalen und sozialen Auswirkungen können Myome haben?

Genauso wie auch die körperlichen Symptome von Frau zu Frau unterschiedlich wahrgenommen werden, sind auch die sozialen und emotionalen Belastungen sehr individuell.

Soziale Probleme werden oft durch die starken körperlichen Beschwerden ausgelöst: Sie können dazu führen, dass betroffene Frauen sich in ihrem Alltag einschränken oder gar zurückziehen. Die Teilnahme an Freizeitaktivitäten fällt schwer; häufiges Absagen wiederum kann die Beziehung zu Familie und Freunden belasten. Verursacht das Myom Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, kommt es meist zu einer Abnahme des eigenen Lustempfindens. Nicht nur das Sexualleben wird dadurch beeinträchtigt, auch die Beziehung zum Partner kann dadurch belastet werden.

Auch das Arbeitsleben kann betroffen sein: Müdigkeit und Erschöpfung durch starke Beschwerden können die Leistungsfähigkeit mindern. Häufige Fehlzeiten können sich langfristig zu einer Problematik am Arbeitsplatz entwickeln.

Emotionale Auswirkungen von Myomen und ihren Symptomen können die eigene Wahrnehmung und Selbstsicherheit betreffen. Das Gefühl, die Kontrolle über den Körper in bestimmten Situationen zu verlieren, erzeugt nicht selten Ängste und Sorgen. Insbesondere im Hinblick auf die Themen Kinderwunsch und persönliche Zukunftspläne können viele Fragen auftauchen, die geklärt werden müssen.

Wichtig ist in jedem Fall die eigene Auseinandersetzung mit der Erkrankung. Denn auch abhängig von der Stärke der Symptome, muss die betroffene Frau zusammen mit ihrem Arzt eine Entscheidung über mögliche Therapiewege treffen. Durch ein Gespräch und die fundierte Diagnose beim Frauenarzt können passende Therapiemöglichkeiten evaluiert und eingeleitet werden.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch eine Selbsthilfegruppe oder offene Gespräche mit Partner und Familie können helfen, Sorgen und Ängste zu mindern und den sozialen Bezug nicht zu sehr zu verlieren.

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Menstruationsbeschwerden - durch Myome verursacht?

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