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Der weibliche Zyklus

Der weibliche Zyklus wird von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Hormone gesteuert. Bei den meisten Frauen dauert er etwa 28 Tage, wobei 25 bis 34 Tage als normal gelten.

Der Menstruationszyklus

Von der ersten Menstruation (Menarche) bis zum Auftreten der Wechseljahre erleben Frauen durchschnittlich 400 Menstruationszyklen – also eine ganze Menge. Doch was geschieht eigentlich genau während des Zyklus?

Zyklusbeginn

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung und endet mit dem Einsetzen der nächsten Blutung. Während der Menstruation wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, die sich in jedem Zyklus neu bildet. Sie versorgt bei einer Schwangerschaft die befruchtete Eizelle mit Nährstoffen.

1. Zyklushälfte (Tag 1-14)

Während der ersten Zyklushälfte, in der sogenannten Follikelphase, reift in den Eierstöcken eine Eizelle heran und baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf (Proliferation). Beim sogenannten Eisprung (Tag 12-14, auch Follikelsprung oder Ovulation) wird die Eizelle freigesetzt und vom Eileiter aufgenommen. Dort kann eine Befruchtung durch Spermien stattfinden.

2. Zyklushälfte (Tag 14-28)

Wenn eine Befruchtung stattgefunden hat, nistet sich das Ei in der Gelbkörperphase in der Gebärmutterschleimhaut ein. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich nun nicht weiter auf, sondern befindet sich in der sogenannten Sekretionsphase. Findet keine Befruchtung statt, wird die Schleimhaut bei der Regelblutung abgestoßen und baut sich im nächsten Zyklus neu auf.

Die Regelblutung

Bei der Regelblutung ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammen. Dies dient dazu, die Gebärmutterschleimhaut zu lösen und für die Abstoßung zu sorgen. Wenn sich die Gebärmutterschleimhaut einfach und schnell ablöst, verläuft auch die Menstruation kürzer. Der Blutverlust beträgt dabei normalerweise etwa 50 ml. Im Einzelfall können es auch bis zu 80 ml sein. Das ist etwas weniger als ein halbvolles Wasserglas.

Wenn sich die Gebärmutterschleimhaut nur schwer oder nicht vollständig ablösen kann, führt das zu einer stärkeren Blutung mit höherem Blutverlust. Von einer zu starken Blutung (Hypermenorrhoe) spricht man bei einem Blutverlust von über 80 ml – das entspricht etwa 10 vollgesogenen Tampons normaler Größe. Wird die Muskelbewegung (Kontraktion) der Gebärmutter bspw. durch ein Myom gestört, können schmerzhafte Krämpfe mit verstärkten oder verlängerten Blutungen auftreten.

Faktoren wie Ernährung, Stress und Bewegung beeinflussen die Hormonzusammensetzung und damit auch den Zyklus. Auch Gebärmuttererkrankungen wie Myome können sich auf die Menstruation auswirken.

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Menstruationsbeschwerden und Blutungsstörungen