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Was hilft bei Menstruationsbeschwerden?

Ein normaler Menstruationszyklus sollte Sie nicht in Ihrem Alltag beeinträchtigen. Leiden Sie regelmäßig oder gar dauerhaft unter Beschwerden, sollten Sie dies von Ihrem Frauenarzt abklären lassen. Bei gelegentlichen Beschwerden können die folgenden Tipps helfen:

Sport während der Regel - Alleskönner Bewegung

Die Vorstellung fällt schwer, wenn man gerade unter Schmerzen leidet, doch Bewegung hilft. Sie entspannt die Muskeln – zu denen auch die Gebärmutter gehört -, steigert die Durchblutung und unterstützt damit die Abstoßung der Schleimhaut, sie senkt das Schmerzempfinden, hebt die Stimmung, reguliert die Verdauung und den Hormonhaushalt.

Tipp: Bei besonders starken Krämpfen auf dem Rücken liegend die angewinkelten Beine sanft nach links und nach rechts bewegen.

Auf Alkohol und salziges Essen verzichten

Pizza und Wein können prima Seelentröster sein. Bei Menstruationsbeschwerden ist das jedoch keine gute Idee: Alkohol und Salz sorgen für Wassereinlagerungen, entziehen dem Körper Mineralien und tragen somit zu Krämpfen und Schmerzen während der Regel bei.

Entspannungstechniken gegen Regelbeschwerden

Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder autogenes Training brauchen etwas Übung. Sie sind jedoch von unschätzbarem Wert zur Bekämpfung von Schmerzen, Gereiztheit und sonstigen Verstimmungen – so können Sie Menstruationsbeschwerden gelassen entgegen treten. 

Kräutertee gegen Schmerzen

Kräutertee kann gegen Menstruationsbeschwerden helfen. In Apotheken, Reformhäusern und Drogerien gibt es eine ganze Auswahl an Arzneimitteltees, die entkrampfend, blutstillend, blutbildend und schmerzlindernd wirken.

Unabhängig von der Arzneimittelwirkung kann auch schon das Teetrinken an sich in der akuten Situation helfen: langsames Schlucken beruhigt und die warme Flüssigkeit löst Entspannungssignale im Körper aus.

Ernährung bei Menstruationsbeschwerden

Die richtigen Nährstoffe sind wichtig, damit Muskeln und Nerven gut funktionieren können. Ein Magnesiummangel z.B. kann Krämpfe und Schmerzen verstärken. Magnesium, B-Vitamine, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ebenso wie Vitamin E gehören deswegen in Form von Obst und Gemüse, Nüssen und hochwertige Ölen auf den Speiseplan. Noch wichtiger: Vollkornprodukte. Sie sind echte Nährstoffbomben und wirken – regelmäßig verzehrt – durch ihren Gehalt an Tryptophan zusätzlich stimmungsaufhellend.

Mönchspfeffer - Pflanzliche Hilfe bei Spannungsgefühlen und Stimmungstiefs

Agnus Castus – Mönchspfeffer genannt - ist ein pflanzliches Arzneimittel, das seit Jahrhunderten gegen Regelbeschwerden eingesetzt wird, und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Seine positive Wirkung bei Menstruationsbeschwerden basiert vermutlich auf einer Senkung des Hormons Prolaktin. Allerdings muss Mönchspfeffer für eine spürbare Wirkung mindestens drei Monate eingenommen werden. Besprechen Sie die Einnahme vorab mit Ihrem Frauenarzt.

Mit Wärme gegen Krämpfe

Ob als warmes Bad, Wärmflasche oder heißer Tee – Wärme wirkt krampflösend und entspannt die Muskeln in Bauch und Rücken ebenso wie die der Gebärmutter. Zudem wirkt Wärme durchblutungsfördernd – das hilft der Gebärmutter, die Schleimhaut leichter abzustoßen, was sich wiederum positiv auf das Krampfverhalten auswirkt.

Wasser - wichtigster Helfer!

Besonders während der Menstruation ist es wichtig, viel zu trinken: Wird zu wenig Flüssigkeit zugeführt, lagert der Körper zum Ausgleich vorhandenes Wasser ein, man fühlt sich aufgequollen und unwohl.

Wasser hilft dem Körper zudem, die Durchblutung zu regulieren, Nährstoffe zu verteilen und Giftstoffe auszuschwemmen – dazu gehören unter anderem die manchmal unvermeidbaren Schmerzmittel, die meist über Nieren und Leber abgebaut werden.

Soziale Kontakte

Auch wenn alle Zeichen auf Rückzug stehen: meist hilft es sehr, soziale Kontakte trotzdem aufrecht zu erhalten. Denn auch wenn man oft das Gefühl hat, man ist mit seinem Leiden nicht alleine! Wenn man sich ein wenig öffnet, findet sich in der Regel eine Freundin, die Beschwerden verstehen kann und für ein ablenkendes Schwätzchen zu haben ist.

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